Steh weinend nicht an meinem Grab, ich liege nicht hier in tiefem Schlaf. Ich bin der Wind, der immer weht, ich bin Brillantgefunke im Schnee. Ich bin die Sonne auf reifem Feld, ich bin im Herbst der Regen mild. Und wachst du auf in stiller Früh, flattere als Vogel ich in die Höh, zieh stumme, weite Kreise. Nachts bin ich der weiche Sternenglanz. Steh weinend nicht an meinem Grab, ich lieg nicht hier, weil ich nie starb..
The air around me still feels like a cage
Mittwoch, 11. April 2012
Sonntag, 9. Oktober 2011
Mittagspause
Sie sitzt im Straßencafé. Sie schlägt sofort die Beine übereinander. Sie hat wenig Zeit.
Sie blättert in einem Modejournal. Die Eltern wissen, dass sie schön ist. Sie sehen es nicht gern.
Zum Beispiel.
Sie hat Freunde. Trotzdem sagt sie nichts, das ist mein bester Freund, wenn sie zu Hause einen Freund vorstellt.
Zum Beispiel. Die Männer lachen und schauen herüber und stellen sich ihr Gesicht ohne Sonnenbrille vor.
Das Straßencafé ist überfüllt. Sie weiß genau, was sie will. Auch am Nebentisch sitzt ein Mädchen mit Beinen.
Sie hasst Lippenstift. Sie bestellt einen Kaffee. Manchmal denkt sie an Filme und denkt an Liebesfilme.
Alles muss schnell gehen.
Freitags reicht die Zeit, um einen Cognac zum Kaffee zu bestellen. Aber freitags regnet es oft.
Mit einer Sonnenbrille ist es einfacher, nicht rot zu werden. Mit Zigaretten wäre es noch einfacher.
Sie bedauert, dass sie keine Lungenzüge kann.
Die Mittagspause ist ein Spielzeug. Wenn sie nicht angesprochen wird, stellt sie sich vor, wie es wäre, wenn sie ein Mann ansprechen würde. Sue würde lachen. Sie würde eine ausweichende Antwort geben. Vielleicht würde sie sagen, dass der Stuhl neben ihr besetzt sei. Gestern wurde sie angesprochen.
Gestern war der Stuhl frei. Gestern war sie froh, dass in der Mittagspause alles sehr schnell geht.
Beim Abendessen sprechen die Eltern davon, dass sie einmal jung waren. Vater sagt, er meine es nur gut. Mutter sagt sogar, sie habe eigentlich Angst. Sie antwortet, die Mittagspause ist ungefährlich.
Sie hat mittlerweile gelernt, sich nicht zu entscheiden. Sie ist ein Mädchen wie andere Mädchen.
Sie beantwortet eine Frage mit einer Frage.
Obwohl sie regelmäßig im Straßencafé sitzt, ist die Mittagspause anstrengender als Briefeschreiben. Sie wird von allen Seiten beobachtet. Sie spürt sofort, dass sie Hände hat.
Der Rock ist nicht zu übersehen. Hauptsache, sie ist pünktlich. Im Straßencafé gibt es keine Betrunkenen.
Sie spielt mit der Handtasche. Sie kauft jetzt keine Zeitung.
Es ist schön, dass in jeder Mittagspause eine Katastrophe passieren könnte. Sie könnte sich sehr verspäten. Sie könnte sich sehr verlieben. Wenn keine Bedienung kommt, geht sie hinein und bezahlt den Kaffee an der Theke.
An der Schreibmaschine hat sie viel Zeit, an Katastrophen zu denken. Katastrophe ist ihr Lieblingswort.
Ohne das Lieblingswort wäre die Mittagspause langweilig.
(v 1969)
Sonntag, 25. September 2011
Mittwoch, 21. September 2011
my love is your love
Du kannst die Schmetterlinge sein, die ich in meinem Bauch fühle. Du kannst der Schüttelfrost sein, den ich an unserm ersten Treffen fühlte. Wenn wir uns immer trennen, dann merken wir beide, dass wir alles sind was wir brauchen. Du bist der Nebel meines Rausches. Du kannst der Schuh sein und ich die Schnürsenkel. Du kannst der Stift sein und ich das Papier. Ich liebe die Art wie du lächelst.....
Schatz, das einzige was mich hier am leben hält ist der gedanke an dich.. ich liebe dich
wo bist du?
Sonntag, 18. September 2011
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....versunken in ihrer Kaputze saß sie um 5:00 Uhr morgens am Hauptbahnhof in Essen.
Jägermeister+Fanta. Ahoi Brause. Herumwandern. In einer Telefonzelle aufwärmen. Gedanken bei ihm.
Wenn Mutti nur wüsste....
Jägermeister+Fanta. Ahoi Brause. Herumwandern. In einer Telefonzelle aufwärmen. Gedanken bei ihm.
Wenn Mutti nur wüsste....
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